Zuhause > Nachrichten > Brancheninformationen > Biobasierte Stadionsitze senken den CO2-Ausstoß um 40 %, da nachhaltige Materialien zum Mainstream werden

Brancheninformationen

Biobasierte Stadionsitze senken den CO2-Ausstoß um 40 %, da nachhaltige Materialien zum Mainstream werden

2026-04-25 06:30:17

Stadionsitze auf pflanzlicher Basis? Es klingt wie Science-Fiction, ist aber die neueste Innovation im Bereich nachhaltiger Sitzmöbel, da Hersteller biobasierte Verbundwerkstoffe entwickeln, die herkömmlichen Kunststoff ersetzen und den CO2-Ausstoß um bis zu 40 % senken können, dabei aber dennoch genauso langlebig und leistungsstark sind wie herkömmliche Sitze. Es ist Teil einer größeren Umstellung auf nachhaltige Materialien, da Veranstaltungsorte und Hersteller nach Möglichkeiten suchen, ihren CO2-Fußabdruck zu reduzieren und ihre Netto-Null-Ziele zu erreichen.

Herkömmliche Stadionsitze bestehen aus Neukunststoff, der aus Erdöl hergestellt wird und einen enormen CO2-Fußabdruck hat. Die Herstellung des Kunststoffs erfordert viel Energie, und wenn der Sitz weggeworfen wird, kann es Hunderte von Jahren dauern, bis er zersetzt ist und auf einer Mülldeponie landet. Biobasierte Sitze werden jedoch aus pflanzlichen Materialien wie Bambusfasern, Hanf oder Maisstärke hergestellt, die erneuerbar sind und sich am Ende ihrer Lebensdauer auf natürliche Weise zersetzen können.

Das Beste daran? Diese biobasierten Materialien sind genauso stark und langlebig wie herkömmlicher Kunststoff. Sie halten starker Beanspruchung, extremem Wetter, UV-Einstrahlung und allen anderen Dingen stand, denen Stadionsitze ausgesetzt sind. Sie bestehen dieselben Sicherheits- und Haltbarkeitstests und erfüllen daher wie herkömmliche Sitze internationale Standards. Und sie sehen auch gleich aus und fühlen sich auch gleich an – Fans können nicht einmal den Unterschied zwischen einem biobasierten Sitz und einem herkömmlichen Kunststoffsitz erkennen.

Eines der ersten Unternehmen, das diese Sitze auf den Markt brachte, war Minoru Kasei Co., ein japanischer Hersteller, der für die Olympischen Spiele in Tokio einen Bambusfasersitz entwickelte. Die Sitze verursachten 40 % weniger Kohlenstoffemissionen als herkömmliche Kunststoffsitze, da Bambus ein schnell wachsender, erneuerbarer Rohstoff ist, der beim Wachstum Kohlendioxid absorbiert. Die Sitze waren ein großer Erfolg und sie bewiesen, dass biobasierte Materialien für Stadien geeignet sind, selbst bei einer großen internationalen Veranstaltung wie den Olympischen Spielen.

Seitdem beginnen immer mehr Hersteller mit der Entwicklung biobasierter Sitze. Der europäische Hersteller Yücel Garden Furniture hat einen biobasierten Sitz entwickelt, der zu 30 % aus Pflanzenfasern besteht und mit dem EU-Umweltzeichen ausgezeichnet wurde, was bedeutet, dass er die höchsten Umweltstandards erfüllt. Chinesische Hersteller entwickeln auch biobasierte Sitze, indem sie Reisstroh und andere landwirtschaftliche Abfälle verwenden, um Abfallprodukte in hochwertige Sitzmaterialien umzuwandeln.

Diese biobasierten Sitze eignen sich perfekt für Veranstaltungsorte, die ihre Nachhaltigkeitsziele erreichen möchten. Beispielsweise verwendete der FC Barcelona bei der Renovierung des Camp Nou biobasierte Sitze, um dem Veranstaltungsort dabei zu helfen, Netto-CO2-Null-Emissionen zu erreichen. Der neue biobasierte Stadionstuhl reduzierte den CO2-Fußabdruck der Sitzinstallation um mehr als ein Drittel, was einen großen Schritt in Richtung der Nachhaltigkeitsziele des Clubs darstellte.

Es sind nicht nur die großen Vereine. Auch kleinere Veranstaltungsorte, Universitätsstadien und Gemeindezentren nutzen diese Sitze, weil sie ihre Auswirkungen auf die Umwelt reduzieren wollen. Und die Nachfrage wächst schnell, da die CBAM-Zölle der EU kohlenstoffreiche Waren teurer machen, sodass Veranstaltungsorte nach kohlenstoffarmen Alternativen suchen, um zusätzliche Kosten zu vermeiden.

Auch die biobasierten Sitze sind Teil der Kreislaufwirtschaft. Am Ende ihrer Lebensdauer können sie kompostiert werden, anstatt auf der Mülldeponie zu landen. Oder sie können wie herkömmlicher Kunststoff recycelt werden, sodass das Material für die Herstellung neuer Sitze wiederverwendet werden kann. Das bedeutet, dass es vom Anfang bis zum Ende der Produktlebensdauer keinen Abfall gibt.

Veranstaltungsorte, die diese Sitze eingeführt haben, profitieren von vielen Vorteilen. Sie sind in der Lage, ihre Nachhaltigkeitsbemühungen an umweltbewusste Fans zu vermarkten, die bereit sind, mehr zu zahlen, um umweltfreundliche Veranstaltungsorte zu unterstützen. Sie sparen Geld bei CO2-Steuern und -Zöllen, da die CO2-armen Sitze nicht die zusätzlichen Kosten verursachen wie die CO2-intensiven Sitze. Und sie verbessern ihr Markenimage als verantwortungsbewusste, nachhaltige Organisation.

Das Beste daran ist, dass auch die Preise sinken. Da immer mehr Hersteller mit der Produktion biobasierter Materialien beginnen, sinken die Kosten, sodass sie für Veranstaltungsorte jeder Größe erschwinglicher werden. Noch vor ein paar Jahren waren biobasierte Sitze ein Luxus, nur für die größten und reichsten Veranstaltungsorte. Aber jetzt werden sie immer zugänglicher, sodass sich auch kleine Veranstaltungsorte den Umstieg leisten können.

Der biobasierte Stadionstuhl ist die Zukunft nachhaltiger Sitzmöbel. Auf diese Weise erhalten Sie den Komfort und die Haltbarkeit herkömmlicher Sitze, jedoch mit einem Bruchteil des CO2-Fußabdrucks. Und da immer mehr Veranstaltungsorte diese Materialien verwenden, wird es nicht lange dauern, bis biobasierte Sitze zum neuen Standard werden und der gesamten Branche dabei helfen, ihre Emissionen zu reduzieren und eine nachhaltigere Zukunft aufzubauen.